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„Das Ziel der Gleichberechtigung haben wir noch nicht erreicht.“ sagte Angela Merkel bei ihrer Einführung zu dem Film „Die Unbeugsamen“ vor einigen Wochen. Zusammen mit Renate Künast war ich bei der Premiere und kann den Film nur empfehlen!
Er zeigt die mutigen politischen Kämpferinnen der „Bonner Republik“ (im Bundestag in Westdeutschland), die so viel Sexismus ausgesetzt waren und trotzdem weiter gemacht haben. Erst für zumindest eine Ministerin pro Regierung, später für zwei Frauen in jeder Regierung, gekämpft haben. Aus heutiger Perspektive mag das klein wirken, aber die Interviews mit den Zeitzeuginnen im Film zeigen, wie schwer schon das war.
Es gab in allen Parteien Frauen, die sich für Gleichberechtigung eingesetzt haben. Aber mit dem Einzug der Grünen in den Bundestag hat sich vieles verändert. Ihr „Feminat“ (ein rein weiblicher Vorstand) hat viel Aufmerksamkeit bekommen und war ein Meilenstein auf dem Weg der Gleichberechtigung. 

Mir ist in dem Film nochmal klar geworden, dass ich auf den Schultern von Riesinnen stehe. Gerade in meiner Partei. Die so viel erkämpft haben, dass ich heute als junge Frau Politik machen kann. Und gleichzeitig ist noch so viel zu tun. In Deutschland, wo immer noch nur ein Drittel der Politiker*innen im Bundestag weiblich ist, Frauen steuerlich schlechter gestellt werden mit dem Ehegattensplitting, Menschen in Care-Berufen zu wenig verdienen und viel mehr. Weltweit, wo gerade politisch aktive Frauen unter Druck und teilweise Lebensgefahr stehen. Sei es in Afghanistan, in Belarus oder in anderen Teilen der Welt, die weniger im medialen Fokus sind. 


Dafür aufzurütteln, dabei hilft auch der Film „Die Unbeugsamen“. Schaut ihn euch an.