Ein Zuhause darf kein Luxus sein. Doch in Berlin wird Wohnen für immer mehr Menschen zur Existenzfrage: steigende Mieten, monatelange Wohnungssuchen und das Gefühl, den Interessen von Vermieter*innen hilflos ausgeliefert zu sein. Die Wohnkrise ist dabei längst nicht mehr nur ein privates Problem, sondern macht etwas mit unserer Gesellschaft: Sie verschärft Ungleichheiten, schwächt das Vertrauen in die Demokratie und lässt viele daran zweifeln, ob in dieser Stadt überhaupt noch Platz für sie ist.
Wie konnte es so weit kommen und was muss sich ändern, damit Berlin eine Stadt für alle bleibt? Genau darüber schreibt die Publizistin Lara Schulschenk in ihrem Buch „No Sweet Home“. Sie zeigt darin auf, dass die Wohnkrise nicht als Zufall, sondern als Folge politischer Entscheidungen sowie eines Wohnungsmarkts entstanden ist, auf dem Profit oft wichtiger ist als Menschen.
An diesem Abend liest Lara Schulschenk aus ihrem Buch vor und diskutiert anschließend gemeinsam mit Werner Graf, Bürgermeisterkandidat für Berlin und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, Benjamin Raabe, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, und mir über die Realität auf dem Berliner Wohnungsmarkt, politische Antworten auf die Krise und die Frage, wie Wohnen in Berlin wieder bezahlbar wird.
Ergänzt wird der Abend durch ein Quiz sowie Raum für Fragen, Erfahrungen und Austausch. Der Eintritt ist für alle frei und es ist keine Anmeldung nötig.
Wann? 28. Mai, ab 18.30 Uhr
Wo? im Café der Kulturfabrik Moabit, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin


